Notfallkoffer

Ein Notfallkoffer oder Notfallrucksack ist, im Gegensatz zu einem Verbandkasten, mit medizinischen Materialien und Medikamenten bestückt, die eine rasche Diagnose und Therapie bei Notfällen ermöglichen. Mithilfe eines Notfallkoffers ist es möglich, akute Erkrankungen, lebensbedrohliche Verletzungen oder schwere Vergiftungen zu behandeln. Der Notfallkoffer ist ein Rettungsmittel, welches in nahezu jeder Einrichtung des Gesundheits- und Rettungswesens vorzufinden ist. Denn der Notfallkoffer ermöglicht die Behandlung an jedem Ort bis der Patient transportfähig ist. Daher geht der Inhalt eines Notfallkoffers weit über den eines Verbandkastens hinaus.

Notfallkoffer sind aus Kunststoff oder Aluminium gefertigt und als Ein- oder Zweikoffer-System zu erwerben. Bei einem Zwei-Koffer-System werden die Materialien nach den Kategorien „Atmung“ und „Kreislauf“ getrennt. So können die Inhalte nicht nur einfacher transportiert, sondern auch besser beim Patienten gelagert und daher schneller eingesetzt werden.

Zur vereinfachten Mitnahme hat sich mittlerweile auch der Notfall-Rucksack etabliert. Er unterschiedet sich lediglich in der äußeren Form vom Notfallkoffer. Da der Rucksack aus leichtem Gewebe gefertigt ist, lässt er sich besser tragen und ist ergonomischer. Daher eignen sie sich besonders Einsätze mit langen Laufwegen. Ein weiterer Vorteil ist das Viel-Taschen-System, bei dem nur das gerade benötigte Fach geöffnet werden muss. So werden die nicht geforderten Materialien vor Verunreinigung geschützt und es eröffnet sich mehr Platz für die Behandlung.

Notfallkoffer sind nach DIN genormt und können, je nach Einsatzgebiet und Vorlieben zusätzlich bestückt werden. Der Notfallkoffer DIN 13232 umfasst in Teil A die notfallmedizinische Grundausrüstung, in Teil B diagnostisches und therapiegerichtetes Material für Erwachsene und in Teil C entsprechendes Material für Säuglinge. Neben Verbandsutensilien verfügt der standardisierte Notfallkoffer zudem über Thoraxdrainagen, ZVK, Beatmungsbeutel und –masken, Intubationsbesteck, Stethoskop, Leuchten und Messinstrumenten zur Bestimmung von Vitalwerten. Auch Arzneimittel zur präklinischen Notfallversorgung werden im Koffer mitgeführt und ermöglichen dann die rasche Stabilisierung des Patienten.

Sie erhalten bei uns den genormten Notfallkoffer im Ein- oder Zweikoffer-System, wie auch den Notfall-Rucksack für Ihre Einrichtung. Gerne können Sie Ihren Bedarf an Handschuhen, Diagnostika oder Bekleidung für Ihren Notfallkoffer mit Angeboten aus unserem Portfolio erweitern.

Notfallkoffer für den Hausarzt

Der Notfallkoffer von Arztpraxen sieht natürlich ganz anders aus, als der von Einsatzkräften im Rettungsdienst. Hier muss der Koffer auch nicht mit der DIN Norm Nr. 13232 übereinstimmen. Der Notfallkoffer in einer Praxis dient dazu, dass wenn sich der Zustand eines Patienten rapide verschlechtert, der Arzt sofort ohne Umwege handeln kann. Müsste jetzt noch alles zusammengesucht werden, wäre kostbare Zeit verschwendet. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollte der Notfallkoffer immer dort aufbewahrt werden, wo Arzt, oder Arzthelferinnen schnell hingelangen können. Er muss genauso wie andere seiner Art regelmäßig auf das Haltbarkeitsdatum und die Vollständigkeit überprüft werden, so dass er bei notwendigem Gebrauch auch nutzbar ist.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Notfallkoffer einer Arztpraxis im Außendienst gebraucht wird. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Hausbesuch, den gerade viele Ärzte auf dem Land noch regelmäßig durchführen. Gerade dort ist es nicht selten, dass der Hausarzt schneller vor Ort ist, als ein Rettungsdienst. Daher ähnelt sich der Inhalt des Notfallkoffers zumindest in der Grundausstattung.

 

Der Notfallkoffer – mehr als eine Transportbox

 

Natürlich sorgt der Arzt dafür, dass er alles im Notfallkoffer hat, was er benötigt. Mit den Utensilien kommt er dann schnell an die Patienten heran und kann diese versorgen. Der Notfallkoffer dient jedoch nicht nur als moderne Transportbox, sondern schützt auch den Inhalt, welcher oftmals anfällig sein kann und somit speziellem Schutz bedarf. Bei einem Notfallkoffer muss also auf den Schutz vor Witterung, Abschließbarkeit und ein Platz für Ampullen geachtet werden. Zusätzlich sollte er noch stoßfest sein und keinen sofortigen Verschleiß aufzeigen. Gerade bei Hausbesuchen wird der Notfallkoffer ins Auto gepackt herausgenommen, auf den Boden gestellt, geöffnet, geschlossen, neu befüllt, alles oftmals mehr als einmal am Tag, oder zumindest mehrfach in der Woche.



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